Die Europäische Arbeitsgemeinschaft
«Mut zur Ethik»


stellt sich vor:

   Die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» ist ein Verbund von mittlerweile 30 Organisationen aus neun europäischen Ländern und den USA sowie zahlreichen Einzelpersönlichkeiten. Sie kommen aus allen gesellschaftlich relevanten Bereichen.
   Es handelt sich um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie wird durch das Prinzip der gegenseitigen Toleranz und Achtung für die jeweilige Eigenständigkeit der Organisationen bestimmt. Dabei entscheidet jede Organisation selbst, ob und wie stark sie sich jeweils engagiert.
   Dieses Prinzip der gelebten Toleranz hat sich in der nunmehr dreijährigen Zusammenarbeit gut bewährt. Es hat sich gezeigt, dass die einzelnen Gruppierungen in ihrer jeweiligen Arbeit durch den Verbund eine positive Unterstützung (z.B. Erfahrungsaustausch) erfahren haben. Trotz Unterschiedlichkeiten hat sich gezeigt, dass es in einer Reihe von Fragen wie Schutz des Lebens, keine Drogen gemeinsame Ansatzpunkte gibt. In diesen gilt es die gemeinsame Arbeit bei grösstmöglicher Eigenständigkeit zu gestalten. Ihr gemeinsames Anliegen ist der Erhalt der christlich-abendländischen Kultur mit ihren tragenden Werten.
   Die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» leistet einen Beitrag für ein friedliches, auf naturrechtlichen Werten basierendes Zusammenleben in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat. In allen Bereichen des sozialen Lebens ist es heute mehr denn je erforderlich, bewährte Werte und Traditionen wie Ehe und Familie, Hilfsbereitschaft, gegenseitige Rücksichtnahme und Leistungsbereitschaft als natürliche Werte zu betonen. Wir erachten es als dringende Notwendigkeit, dass sich alle werteerhaltenden Kräfte zusammenschliessen.


   Wie entstand die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik»?

   Mit grosser Sorge beobachten verschiedene Vereinigungen und Einzelpersonen seit geraumer Zeit die um sich greifende aktive und passive Zersetzung der Werte unserer Kultur und die Auflösungstendenzen in Gesellschaft, Staat und Kirche. Kristallisationspunkte hierfür sind beispielsweise die Entwertung menschlichen Lebens (Euthanasie), die Drogenliberalisierung, der Bildungsabbau in den Schulen, Gefahren für den Rechtsstaat durch fehlende Toleranz und mangelnde Diskussionsbereitschaft in der Sache und die zunehmende Gewalt.


   Deshalb veranstalteten im September 1993 - 15 Jahre nach der Tagung «Mut zur Erziehung» zwölf Organisationen den

    I. Kongress «Mut zur Ethik» .

   64 Wissenschaftler und Experten verschiedener Disziplinen sowie Vertreter der christlichen Kirchen suchten im gemeinsamen Gespräch nach Auswegen aus der derzeitigen Wertekrise unserer Kultur und entwickelten Perspektiven einer allgemeinen Ethik, die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaftsordnung sein könnte. Sämtliche Referate und Diskussionsbeiträge sind in dem gleichnamigen Kongressband dokumentiert. Am Ende des Kongresses wurden von den weit über 1000 Teilnehmern die Thesen «Ja zur Ethik - Nein zum Nihilismus» verabschiedet.

   Günther Rohrmoser bezeichnet den Kongress als ein «Signal der Hoffnung». Er zeigte grosse Folgewirkungen. Auf den halbjährlich stattfindenden Arbeitssitzungen schlossen sich weitere Organisationen dem Verbund an, um zukünftig in der Europäischen Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» mitzuwirken.


    II. Kongress «Mut zur Ethik» : Schutz der Familie und der heranwachsenden Jugend

   Im Zentrum des II. Kongresses «Mut zur Ethik» vom 23. bis 25. September 1994 in Feldkirch (Vorarlberg) stand die Frage nach dem Schutz der Familie und der heranwachsenden Jugend. Über 80 Experten erörterten vor einem internationalen Zuhörerkreis von mehr als 1000 Teilnehmern Fragen, die von grösster Bedeutung und Aktualität sind. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus verschiedenen Ländern bot der Kongress eine weitreichende Analyse aktueller Tendenzen und Entwicklungen, die den Bestand der Familie und damit das Leben des Einzelnen und das Zusammenleben im demokratischen Gemeinwesen gefährden. Darüber hinaus wurden Perspektiven entwickelt, wie die Familie als Keimzelle jeder humanen Kultur geschützt und gefördert werden kann. Dies wird deutlich in den zehn Thesen «Ehe und Familie als Grundlage unserer Kultur und des freiheitlichen demokratischen Rechtsstaates», die am Ende des Kongresses verabschiedet wurden.


    III. Kongress «Mut zur Ethik» : Ethik in der Erziehung - Erziehung zur Demokratie

   Im Zentrum des III. Kongresses vom 8. bis 10. September 1995 - wiederum in Feldkirch - stand die Schule als zweiter wichtiger Ort der Erziehung und Bildung. Unter dem Thema « Ethik in der Erziehung - Erziehung zur Demokratie » wurden Antworten, Lösungsmöglichkeiten und Perspektiven zu folgenden Fragen entwickelt: Wie kann der Heranwachsende auf ein verantwortungsvolles Mitwirken in einer freiheitlichen Demokratie vorbereitet werden? Wie kann dem Heranwachsenden ein Wissen über die rechtsstaatlichen Grundlagen der Demokratie, wie ein Bewusstsein für Recht und Unrecht vermittelt werden? Wie können demokratische Grundtugenden wie Achtung vor dem anderen Menschen und seiner Meinung, die Fähigkeit zu gewaltfreier Konfliktlösung, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein vermittelt werden? Vor allem: Wie kann dies rational und emotional so verankert werden, dass es für den Einzelnen zur Selbstverständlichkeit wird? Wiederum erörterten zahlreiche internationale Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Kirche diese Thematik.


    IV. Kongreß «Mut zur Ethik» : Aufgaben der Gesellschaft zur Sicherung der Demokratie

   1996 stand der Kongress unter dem Thema "Aufgaben der Gesellschaft zur Sicherung der Demokratie". Sein Ziel war es, die Anforderungen, die an das Gemeinwesen mit seinen Institutionen, an die Wirtschaft, an Vereine, Verbände, Parteien und Kirchen, an Politik und Staat für den Schutz und die Weiterentwicklung einer freiheitlichen Demokratie gestellt sind, in Erinnerung zu rufen. Ein entsprechender Thesenkatalog wurde am Ende des Kongresses verabschiedet.
   Auch beim Kongress 1996 trugen in interdisziplinärer Zusammenarbeit Wissenschaftler und Experten aus den Bereichen Ethik, Recht, Politik, Geschichte, Wirtschaft, Theologie, Psychologie, Pädagogik, Medizin und Medien in Referaten und Expertenrunden ihre Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen.


    V. Kongress «Mut zur Ethik» : Die Würde des Menschen

   Grundlage zahlreicher internationaler Vereinbarungen und nationaler Verfassungen zum Schutz des Einzelnen und der Gemeinschaft ist die Würde des Menschen. Sie und die sie sichernden Menschenrechte sind jedoch zunehmenden Angriffen ausgesetzt. Dies zeigt sich beispielsweise in der Auflösung von Ehe und Familie und im Bildungsabbau, in neuen Formen sozialer Not und in den Angriffen auf die Unantastbarkeit des Lebens. Eine Rückbesinnung auf die Würde des Menschen ist deshalb eines der drängendsten Probleme unserer Zeit.
   International anerkannte Wissenschaftler, Parlamentarier und Praktiker befassten sich während dieses Kongresses mit den philosophisch-anthropologischen, humanwissenschaftlichen und naturrechtlichen Grundlagen der Menschenwürde. Hierauf aufbauend wurden die gegenwärige Krise des Sozialstaates und Ansätze zur Lösung der sozialen Frage, die der Würde des Menschen gemäss sind, erörtert.
   Ein weiterer Schwerpunkt waren die Menschenrechte in ihrer bisherigen Substanz. Sie dienen der Absicherung gegen Gesinnungsstaat und Diktatur. Ideologisch motivierten Umdeutungen und Instrumentalisierungen der Menschenrechte wurde eine klare Absage erteilt.
   Zum Abschluss des Kongresses diskutierten Experten aus verschiedenen europäischen Ländern über die aktuelle Situation in Europa. Es geht darum, die anstehenden Aufgaben an der Schwelle zum kommenden Millenium zu formulieren.


   Weitere praktische Tätigkeit der Europäischen Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik»

   In halbjährlich stattfindenden Arbeitstreffen der Arbeitsgemeinschaft werden die gemeinsamen weiteren Vorhaben besprochen und Erfahrungen ausgetauscht.

   Die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» bzw. die sie tragenden örtlichen Organisationen organisieren während des ganzen Jahres Vorträge, Seminare und Diskussionsveranstaltungen z.B. Veranstaltungsreihen "Drogen - Wie gefährlich sind Rauschgifte? Wie schützen wir unsere Jugend?" und "Erziehung wohin? Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen" im gesamten deutschsprachigen vorwiegend ländlichen Raum. Ein weiteres Veranstaltungsprogramm zur Pflege des Brauchtums und allgemein für jung und alt, z.B. von Kulturfertigkeiten, (Basteln zu Ostern u.ä.) wird von der Europäischen Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» im Bildungszentrum Hard am Bodensee angeboten.


   Wie finanziert sich die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik»?

   Die Arbeitsgemeinschaft finanziert ihre Aktivitäten ausschliesslich aus Spenden und dem Verkauf von Publikationen sowie durch Unkostenbeiträge. Sämtliche Arbeit wird ehrenamtlich von Mitgliedern der verschiedenen Organisationen geleistet. Die Europäische Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» erhebt keine Mitgliedsbeiträge. Sie ist auf freiwillige Spenden angewiesen, um ihre Aktivitäten zu realisieren.


   Wer wirkt in der Europäischen Arbeitsgemeinschaft «Mut zur Ethik» mit?

   Zahlreiche Organisationen und Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Kirche, Politik, Publizistik und anderen gesellschaftlichen Bereichen, darunter Dr. med. K.F. Gunning (Niederlande), P. Morgan, Nick Seaton (Grossbritannien), Dr. med. M.G. Koch, J. Hartelius (Schweden), Prof. Dr. F.-P. Hager +, Dr. G.J. Weisensee, Gerhard Löwenthal, Dr. med. S. Ernst (Deutschland), E. Holmes MA (Irland), Prof. Dr. h.c. Dr. Dr. R. Prantner, Dr. iur. A. Adam, Prof. Dr. med. H. Prokop (Österreich), Prof. Dr. H. Seidl (Italien), L. Pachmann, M. Kaplanova (Tschechien), Prof. Dr. med. M.J. Maillet, Prof. Dr. Dr. med. Gabriel G. Nahas (Frankreich), Prof. Dr. R.H. Schwartz, Prof. Dr. J. Rao, Dr. W. Coulson (USA), P. Lanca (Portugal), Prof. Dr. Roger Scruton (England), Helmut Bärwald, Publizist, Grafschaft-Esch, Baroness Caroline Ann Cox (England), Norman Dennis, Soziologe (England), Prof. DDr. Rudolf Weiler (Österreich).

letzte Aktualisierung: 11. 03. 2007 20:51